MCP-Werkzeug · quartier_3d

Das Quartier heute und 2070, Gebäude für Gebäude.

Eine Adresse genügt, und der KI-Assistent baut das Quartier ringsum als drehbares 3D-Modell. Ein Zeitschieber zeigt, was die geltenden Regeln bis 2070 zulassen: welche Bauten ersetzt werden könnten, wie hoch sie werden dürften und wie sich Heizungen, Dächer und Strassenraum verändern.

Das Werkzeug quartier_3d ist Teil des SPEKTRUM MCP (Dienst bauzone). Es verbindet amtliche Vermessung, Gebäuderegister, Zonenplan und erfasste Baureglemente zu einem Szenario nach geltendem Recht. Es zeigt, was die Regeln zulassen, nicht was der Markt baut.

Zürich-Albisrieden, Umkreis 800 m um die Albisriederstrasse 360. Drehen, zoomen, Gebäude anklicken, Szenario wählen.Ganze Ansicht mit Kennzahlen ↗

Was im Modell steckt

Alle Daten stammen aus öffentlichen Quellen und werden bei jeder Abfrage frisch geholt.

Gebäude

Grundrisse aus der amtlichen Vermessung, je Gebäude Geschosse, Baujahr, Wohnungen und Heizung aus dem eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR). Wo ein Kanton die Vermessung nicht freigibt, dienen OpenStreetMap-Grundrisse als Ersatz.

Ort und Recht

Gelände aus Höhendaten, Zonenplan der Gemeinde, ÖV-Güteklassen des ARE sowie die zulässigen Geschosse aus den Baureglementen, die SPEKTRUM für über 900 Gemeinden erfasst hat.

Ansicht

Umkreis von 150 bis 800 m. Gebäude anklickbar, Einfärbung nach Veränderung, Baujahr oder Geschossen, Zeitachse von heute bis zum Zieljahr (Standard 2070, wählbar bis 2100).

Was das Szenario annimmt

Jede Regel ist fest und offengelegt. Rechts steht, was sie bewusst nicht berücksichtigt.

RegelAnnahmeGrenze
AusgangslageWahlweise der rechtskräftige Zonenplan oder der Entwurf einer laufenden Revision: In Zonen, die der Entwurf ändert, gelten dessen Vollgeschosse (derzeit Kanton Zürich, aus den aufgelegten Zonen des Kantons).Der Entwurf ist nicht rechtskräftig und kann sich ändern; geänderte Bau- und Dachvorschriften fehlen.
Welche BautenWohnbauten (GWR-Kategorien Wohngebäude, auch mit Nebennutzung) mit Baujahr vor 1985 in Wohn-, Misch- und Zentrumszonen.Gewerbe-, Industrie- und öffentliche Bauten bleiben stehen.
Wie vieleBis 2070 werden je nach Bauperiode 62 % (vor 1950), 72 % (1950–1969) oder 50 % (1970–1984) ersetzt. Bauten unter 80 m² Grundfläche nur mit 40 % dieses Werts.Gesetzte Werte, nicht an beobachteten Ersatzneubauten geeicht.
WelcheFür jedes Gebäude entscheidet ein fester Zufallswert aus seiner Gebäudenummer. Gleiche Abfrage, gleiches Ergebnis.Das Muster ist nachvollziehbar, aber kein Urteil über das einzelne Haus.
WannÄltere Bauten zuerst: Ersatzjahr ab 2028, gestreut um rund ±12 Jahre.Die Reihenfolge folgt dem Alter, nicht dem Zustand.
Wie hochZulässige Vollgeschosse aus dem erfassten Baureglement plus ein Dach- oder Attikageschoss; fehlt die Geschosszahl, aus der zulässigen Höhe (3 m je Geschoss).Grundriss bleibt gleich; keine Arealüberbauung, keine Boni.
AufzonungAls Variante ein oder zwei Geschosse mehr als das Baureglement erlaubt.Eine Annahme für die Diskussion, keine Planungsabsicht.
Was stehen bleibtKern-, Erhaltungs- und Schutzzonen, Freihalte- und Nichtbauzonen sowie Bauten, die heute schon über dem Zonenmass liegen.Bestand über dem Zonenmass wird nicht verkleinert.
HeizungenÖl- und Gasheizungen stellen zwischen 2027 und 2040 auf Wärmepumpe oder Fernwärme um.Folgt dem Netto-Null-Ziel, nicht einer beobachteten Umstellungsrate.
PhotovoltaikBis 2056 auf 60 % der Dächer, bei Dächern über 120 m² auf 85 %.Ohne Prüfung von Ausrichtung, Verschattung oder Denkmalschutz.
StrassenbäumeNeue Bäume etwa alle 16 m entlang der Trottoirs, wo kein Baum und kein Gebäude steht, mit Lücken.Ohne Leitungen, Sichtweiten oder Baumarten.

Szenario, nicht Prognose

Eine Prognose sagt, was wahrscheinlich geschieht, und stützt sich auf beobachtete Entwicklungen, etwa die Bevölkerungsszenarien des BFS. Das Quartiermodell fragt anders: Was ergibt sich, wenn die geltenden Regeln angewendet werden? Die Ersatzrate ist gesetzt, Netto-Null 2040 ist ein politisches Ziel, und Markt und Eigentum bleiben aussen vor. Das Ergebnis liegt nahe an einer Kapazitätsbetrachtung nach Art. 15 RPG, nur Gebäude für Gebäude und auf einer Zeitachse.

Das Modell zeigt, was die Regeln zulassen, nicht was der Markt baut. Gerade das macht es nützlich: Es legt offen, wie viel Spielraum eine Bau- und Zonenordnung tatsächlich lässt.

Nicht abgebildet

Diese Fragen braucht es zusätzlich, bevor aus dem Bild eine Aussage über ein Gebiet wird.

  • Wohnungsmarkt, Nachfrage, Baukosten und Rendite
  • Eigentumsverhältnisse, Stockwerkeigentum und Erbgänge
  • Kommunale Denkmalinventare und Ortsbildschutz über die Kernzone hinaus
  • Laufende Revisionen der Nutzungsplanung
  • Arealüberbauungen, Gestaltungspläne und neue Grundrisse
  • Dachformen und das genaue Gelände (Modell mit Höhenkacheln, Dächer flach)
  • Bevölkerung im Detail: Einwohnende wachsen im Modell mit der Geschossfläche, bei gleicher Wohnfläche pro Kopf

Beispiel Albisrieden

Umkreis 800 m um die Albisriederstrasse 360 in Zürich: 1’645 Gebäude, 7’034 Wohnungen, im Mittel 4,3 Geschosse, 853 Öl- und Gasheizungen. Der Entwurf der BZO-Revision (Auflage 2026) ändert die Zone von 676 Gebäuden. Echte Abfragen vom 24.10.2026.

Bis 2070Geltende BZOBZO-EntwurfEntwurf +1Entwurf +2
Ersatzneubauten bis 2070335356429459
davon höher als heute44187356429
Bestand über Zonenmass, bleibt2452066415
Geschossfläche+0,4 %+2,4 %+6,3 %+10,9 %
Einwohnende (gleiche Wohnfläche pro Kopf)±0 %+2 %+6 %+11 %

In allen Varianten: keine Öl- und Gasheizungen mehr ab 2040, Photovoltaik auf 1’101 Dächern, 776 neue Strassenbäume. Die Kernzone Albisrieden (72 Wohnbauten) bleibt unverändert. Lesart: Nach geltendem Recht ist das Quartier weitgehend ausgeschöpft; die Wohnbauten der Nachkriegszeit erreichen die zulässige Geschosszahl schon heute. Der Entwurf versechsfacht den Zuwachs, bleibt aber bei wenigen Prozent; erst zusätzliche Geschosse bringen deutlich mehr Raum.

Wofür es sich eignet

  • Mitwirkung und Informationsanlässe: Regeln sichtbar machen statt Prozentzahlen erklären
  • BZO-Revision: Wirkung einer Aufzonung im Quartier vorab zeigen
  • Energie- und Wärmeplanung: wo Öl und Gas heute stehen
  • Gespräch mit Gemeinderat oder Bauherrschaft: gemeinsames Bild des Ortes

Wofür nicht

  • Aussagen über ein einzelnes Gebäude oder eine Eigentümerschaft
  • Bevölkerungsprognose oder Schulraumplanung
  • Baurechtliche Beurteilung; dafür Baugesuch-Vorprüfung und Standortanalyse

So fragen Sie Ihren Assistenten

In Claude und ChatGPT erscheint das 3D-Modell direkt im Chat (MCP Apps). Andere Assistenten erhalten Kennzahlen und Annahmen als Text.

  • «Zeig mir das Quartier um die Albisriederstrasse 360 in Zürich in 3D, heute und 2070.»
  • «Was ändert der Entwurf der BZO-Revision in diesem Quartier?»
  • «Was bringt eine Aufzonung um ein Geschoss in diesem Quartier?»
  • «Wie viele Öl- und Gasheizungen gibt es im Umkreis von 800 m?»

Abdeckung: Zonen und Baureglemente vollständig im Kanton Zürich; übrige Kantone über die harmonisierte Nutzungsplanung, soweit der Kanton sie freigibt und das Baureglement der Gemeinde erfasst ist. Ohne erfasstes Baureglement rechnet das Werkzeug keine Ersatzneubauten. Den Entwurf einer laufenden Revision kann das Werkzeug derzeit nur im Kanton Zürich einlesen.